Movie-Friday: "Dein Weg" (orig. "The Way" 2010, USA/E)
"The Way - Dein Weg" (2010)
Drehbuch und Regie: Emilio Estevez in der Hauprolle: Martin Sheen"
USA/E, 121Min./diverse Sprachenerhältlich als DVD, Stream auf diversen Plattformen
Nicht nur mein Lieblingsfilm über den Jakobsweg, weil der Persönlichste. Ein Independent Film, der von Menschen - einer Familie - produziert wurde, die den Weg nicht nur selbst gefolgt sind sondern auch eine enge persönliche Beziehung zum Camino haben.
Storyline:
Tom, erfolgreicher Augenarzt in Kalifornien erhält plötzlich einen Anruf aus Frankreich mit der Nachricht, dass sein Sohn in den Pyrenäen tödlich verunglückt ist. Er reist sofort nach St. Jean Pied de Port um den Leichnam zu identifizieren und die Heimholung zu organisieren. Vom örtlichen Gendarmen erfährt der vom Jakobsweg, den sein vielgereister Sohn absolvieren wollte.
Zunächst zeigt er kein Interesse, schließlich entscheidet er aber doch den Weg an seines Sohnes statt zu gehen um ihm näher zu kommen.
Im Laufe des Weges trifft er Joost, der abnehmen möchte, die kanadische Sarah die zum Rauchen aufhören möchte und persönliche Verluste verarbeiten muß, und den irischen Journalisten Jack, der auf der Suche nach der ultimativen Story seine Schreibblockade überwinden möchte.
Graffiti am Rande Sahaguns (2023)
Tom trägt die Asche seines Sohnes mit sich und deponiert diese handvoll um handvoll an besonderen Orten am Rande des Jakobswegs. Zwei mal verliert er die wertvolle Fracht beinahe, wie im wahren Leben wo die Beziehung zum erwachsenen Sohn abriß.
So begibt er sich in Gefahr, als sein Rucksack in den reissenden Bach fällt, ein anderes Mal verfolgt er den Dieb seines Rucksacks ins Romani Quartier.
"Reisen ist tödlich für Vorurteile“
„Travel is fatal to prejudice, bigotry and narrow-mindedness.“ (Mark Twain)
Der Romani Pate lehrt den Dieb, seinen eigenen Sohn und die Pilgerclique, was ein Ehrenmann ist.
Er lädt sie zu einer stimmungsvollen Feier mit dem ganzen Clan. Am nächsten Tag, besteht der Vater darauf, muß der diebische Sohn Toms Rucksack bis zur Stadtgrenze tragen und sich noch einmal aufrichtig bei ihm entschuldigen.
Tafel mit signiertem Filmplakat
an der Mauer der Albergue "Sol a Sol" in Hornillos
Tom und seine Pilgerfamilie philosophieren über den Weg, Gott und die Welt während sie gen Santiago pilgern, erleben so manch Abenteuer, geniessen die spanische Küche und Wein und kommen schließlich in Santiago an.
Nachdem sie ihre Compostela Urkunde abgeholt und alle Bräuche in und um die Kathedrale absolviert haben, entscheiden sie weiter nach Muxia zu gehen, dem eigentlichen Ende des Camino, wie der alte Romani ihnen sagte.
„You don’t choose a live - you live one!“ (Emilio Estevez)
In Muxia kommen sie erst wirklich an: Tom übergibt die übrige Asche den Fluten, Sarah raucht sich doch wieder eine Zigarette, weil es ohnehin um ganz Anderes ging, Joost steht zu seinen Pfunden, Jack hat mit Toms Einverständnis seine Story gefunden und Tom erkennt die Botschaft seines Sohnes: lebe dein Leben! Er möchte von nun an die Welt bereisen, Kulturen entdecken und sein Leben leben. Ultreya!
Tosende Gischt an der Atlantikküste, Muxia (2023)












